Mittwoch, 07. Mai 2008

In zehn Jahren Zahl der Zeitarbeiter vervierfacht

Kategorie: Aktuelles Archiv

Die Zahl der Leiharbeitskräfte ist in Österreich zwischen 1996 und 2007 um mehr als das Vierfache gestiegen. Waren es 1996 noch 14.548 Leiharbeitskräfte, wurden 2007 laut Wirtschaftsministerium 66.688 verzeichnet.

Das waren knapp zwei Prozent aller Beschäftigten. Auch die Zahl der Personalbereitsteller hat sich in dieser Zeit fast verdreifacht. 1996 hatte es 593 derartiger Firmen gegeben, 2005 waren es 1.427.

Analog zu dieser Entwicklung nahm auch die Zahl jener Firmen, die Zeitarbeitskräfte beschäftigen, kontinuierlich zu: Waren es 1996 noch 593 solcher Leiharbeitsfirmen, stieg diese Zahl bis 2007 auf 1.608. Zeitarbeiter sind beim „Überlasser“ beschäftigt und sozialversichert und werden an den „Beschäftiger“ verliehen, also an jenes Unternehmen, in dem der Zeitarbeiter seiner Arbeit nachgeht.

In den so genannten „Stehzeiten“ - also beispielsweise nach Auslaufen einer Überlassungsphase - muss der Zeitarbeiter vom „Überlasser“ nach dem KV bezahlt werden. Während der eigentlichen Zeitarbeit in dem Fremdunternehmen gilt für den Betroffenen der dort gültige Kollektivvertrag.

Im Vergleich mit 19 EU-Ländern lag Österreich 2006 beim Anteil der Zeitarbeiter an den Gesamtbeschäftigten im Land an sechster Stelle. Mit 59.262 Leiharbeitern betrug der Anteil 1,5 Prozent. Spitzenreiter war mit 4,5 Prozent oder insgesamt 1.265.060 Leiharbeitern Großbritannien. Allerdings gab es dort im Vergleich zu 2004 einen Rückgang, während Österreich einen Anstieg der Zeitarbeit verzeichnete.

Vor Österreich rangierten noch die Niederlande mit 2,5 Prozent, Frankreich und Luxemburg mit je 2,4 Prozent und Belgien mit 2,1 Prozent.


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