Mittwoch, 07. Juli 2010

BZA Arbeitgebertag Zeitarbeit 2010

Kategorie: Aktuelles, Veranstaltungen, Newsletter 02/2010

"Zeitarbeit ohne Grenzen - was bedeuten die offenen Arbeitsmärkte für die Branche?" lautete das zentrale Thema des BZA Arbeitgebertages Zeitarbeit am 17. Juni 2010. Hier die zentralen Aussagen der Vortragenden und Diskutanten des diesjährigen Arbeitgebertages.

Angeregte Diskussionen am BZA Arbeitgebertag

Im Vortrag "Go Europe" erklärt der französische Arbeitsmarkt-Experte Michel Ph. MATTOUG, dass aus seiner Sicht kein Weg daran vorbei führe, regionale Märkte zu verlassen und ins europäische Ausland zu expandieren. Großkunden in der Industrie fordern seiner Meinung nach heute schon und in Zukunft noch stärker eine Internationalisierung ihrer Lieferanten in allen Bereichen. Das betreffe auch die Zeitarbeit. Aus der Sicht der überlassenen Arbeitskräfte sieht Prof. MATTOUG diese Entwicklung als durchaus positiv, da die Arbeitnehmer von heute eine mobile Einstellung besitzen, gerne reisen und häufiger nach Veränderungen suchen als früher.

Der Wiener Forscher und Geschäftsführer der Interconnection Consulting, Dr. Frederik LEHNER, sieht keine Gründe, dem rasant wachsenden Zeitarbeitsmarkt in Osteuropa die kalte Schulter zu zeigen. Diese Länder verfügen seiner Ansicht nach über ein sehr positives langfristiges Wachstumspotential. LEHNER rechnet nicht mit einer Flut von Osteuropäern nach Deutschland oder Österreich, da die Wirtschaftslage im Steigen begriffen ist und er Länder wie Skandinavien und England als weit attraktiver für Arbeitskräfte aus Osteuropa einschätzt.

Thomas MANN, stellvertretender Vorsitzender des Beschäftigungsausschusses im EU-Parlament sieht in der Arbeitskräfteüberlassung einen Brückenbau für Menschen, die keinen oder nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden sowie eine Möglichkeit für Unternehmen, um Auftragsspitzen flexibel zu begegnen.

In der Podiumsdiskussion wird abschießend über das "Image der Zeitarbeit" diskutiert. Nach Meinung des PR-Experten Marco HART müsse der Verband nachhaltig dazu beitragen, das Image der Branche zu heben. Dazu müssten seiner Angaben nach die Vorzüge der Arbeitskräfteüberlassung deutlicher transportiert werden und Vielfalt und Absicherung herausgestrichen werden. Vor allem aber hält er die Verbandsmitglieder dazu an, selbst Verantwortung für ein gutes Image zu übernehmen, indem sie Werte, wie gerechte Entlohnungen und soziale Absicherung von überlassenen Arbeitskräften, vorleben.

Detaillierte Berichte zum BZA Arbeitgebertag sowie nähere Informationen zum Verband finden Sie hier!


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