Facharbeitermangel federt Abzug aus der Autozulieferindustrie ab
Viele Zeitarbeiter aus der Autozulieferindustrie werden zwar abgezogen, dies bringt die Zeitarbeits-Branche aber nicht in Bedrängnis.
Beim Grazer Autozulieferer Magna-Steyr mussten 600 Arbeiter auf Zeit gehen, bei General Motors im Produktionswerk Wien-Aspern waren es 150 Zeitarbeiter, die wegen des Absatzeinbruchs künftig nicht mehr gebraucht werden. Bei den Personalbereitstellern des Landes herrscht trotz dieser Meldungen nicht Krisenstimmung: „Eine Fachkräftekrise haben wir nach wie vor. Auf jeden zurückgeschickten, gut ausgebildeten Metallfacharbeiter kommen fünf freie Jobs“, sagt beispielsweise Irmgard Prosinger, Marketingleiterin bei Trenkwalder.
Um flexibler auf schwankende Auftragseingänge reagieren zu können, kamen in der Autozulieferindustrie in den vergangenen Jahren besonders viele Zeitarbeiter zum Einsatz. In den vergangenen Jahren wurde bei Auftragshochs weniger das Stammpersonal aufgestockt als vielmehr auf überlassene Arbeitskräfte zurückgegriffen. Weil es in der Branche aus Kostengründen nicht üblich ist, auf Lager zu produzieren, schlagen sich Absatzeinbrüche, wie wir sie jetzt gerade erleben, unmittelbar in einem Personalabbau nieder.


