Montag, 05. Juli 2004

Zeitarbeit sprengt nationale Grenzen

Kategorie: Presse Archiv

Europa wächst langsam aber sicher zusammen und damit wagen auch die heimischen Personalbereitsteller immer öfter den verheißungsvollen Blick über die Grenze.

Besonders die acht neuen zentral- und osteuropäischen Beitrittsländer ziehen das Interesse der Arbeitskräfteüberlasser auf sich. International agierende Unternehmen wie Manpower und Trenkwalder haben bereits in den 90er Jahren in Ungarn Fuß gefasst und ihre Standorte mittlerweile auch auf Tschechien, die Slowakei, Polen und Slowenien ausgedehnt.

Aber auch umgekehrt ist der Trend zur Internationalisierung deutlich spürbar. „In einigen Ländern wird die Ausübung der Zeitarbeit noch immer durch strenge Auflagen und Regelungen begrenzt,“ meint Dr. Viktoria TISCHLER, Präsidentin des Österreichischen Verbandes Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung. „Viele ausländische Personalbereitsteller weichen deshalb nach Österreich aus, was den Druck auf die heimischen Arbeitskräfteüberlasser zunehmend verschärft.“

Gerade vor dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbsdrucks nimmt die Qualitätssicherung innerhalb der österreichischen Zeitarbeitsbranche eine Schlüsselrolle ein. Und diese Qualitätssicherung hat sich der VZa, die Dachorganisation der österreichischen Arbeitskräfteüberlasser,  zur Hauptaufgabe gemacht.

Mehr als 50 Prozent aller heimischen Zeitarbeitsunternehmen sind mittlerweile Mitglied beim Österreichischen Verband Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung, der sich neben Imageverbesserung und aktivem Lobbying für die Thematik Zeitarbeit auch der Information und Weiterbildung seiner Mitglieder gewidmet hat. „Gerade in der dynamischen Zeitarbeitsbranche ist der Informationsvorsprung Grundvoraussetzung, um sich langfristig auf dem Markt behaupten zu können,“ so Dr. TISCHLER.

Im Rahmen der VZa Generalversammlung im Mai wurden der VZa Präsidentin sowie dem gesamten Vorstand für weitere zwei Jahre die Leitung der Dachorganisation in die Hände gelegt. Zu tun gibt es vieles, darin waren sich die Vorstandsmitglieder einig, als sie die Perspektiven für die kommenden zwei Jahre skizzierten. „Insbesondere unsere Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit und die internationalen Kontakte zum Weltverband der Personaldienstleister, CIETT, werden wir zukünftig noch stärker ausschöpfen,“ meint Vizepräsident und CIETT-Vertreter Dipl. Ing. Hermann RANTASA.

Aber auch seine Plattformen im Internet möchte der VZa weiterhin forcieren. So hat der Verband auf seiner Internetseite www.vza.at einen kostenlosen Service eingerichtet, der Unternehmen bei der Personalsuche unterstützt. Die Firmen haben die Möglichkeit, direkt auf der Internetseite eine online Personalanfrage zu stellen, die automatisch an alle Mitglieder des VZa weitergeleitet wird.

Die Vorteile liegen auf der Hand: geringere Zeit- und Kostenaufwendungen und bedeutend höhere Erfolgschancen als bei einer einzelnen Kontaktaufnahme.

Zusätzlich zu seiner Website bietet der Österreichische Verband Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung einen kostenlosen Newsletter an, der die Mitglieder und alle anderen Interessenten in regelmäßigen Abständen zu spannenden Themeninhalten rund um die Zeitarbeit informiert. Die kommende Ausgabe wird Anfang Juli erscheinen und steht unter dem brisanten Thema „Europa“.


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