Freitag, 03. Juli 2009
Ergonomie am Arbeitsplatz steigert Produktivität
Kategorie: Newsletter 01/2009, Aktuelles
Die optimale Gestaltung des Arbeitsplatzes verhindert Gesundheitsschäden, Kopfschmerzen und einen verspannten Rücken. Außerdem ist jemand, der sich wohl fühlt leistungsbereiter und produktiver im Job ...
Langes Stillsitzen, stundenlanges Starren auf den Computerbildschirm in der immer gleichen Körperhaltung beansprucht die Gesundheit von Arbeitnehmern enorm. Dies kann man jedoch verhindern, indem man folgende Punkte beherzigt:
- Dynamisches Sitzen: Wer sich alle zehn bis 20 Minuten etwas vorbeugt, zur Seite dreht, noch besser aufsteht und einige Schritte geht, belastet seine Bandscheiben nicht so einseitig. Mit einfachen Tricks wird der Büroalltag agiler. Zum Beispiel indem man den Drucker so stellt, dass man aufstehen muss, um das Ausgedruckte zu holen. Auch bei Telefonaten kann man sich erheben und wenn sie am Handy stattfinden, sogar auf und ab gehen. Ordner, Kopierer, sonstige Unterlagen können so positioniert werden, dass man in einer bestimmten Regelmäßigkeit die starre Sitzhaltung unterbrechen und sich rühren muss.
- Richtiger Stuhl: Es gibt zwar nicht den optimalen Bürosessel für alle, aber doch ein paar grundsätzliche Dinge, die man bei der Anschaffung beachten kann. Der Stuhl sollte fest auf fünf Rollen stehen, einfach verstellbar sein und nicht wackeln. Die Rückenlehne unterstützt die natürliche Form der Wirbelsäule beim Sitzen und zwar besonders im unteren und mittleren Bereich der Wirbelsäule. Die Sitzfläche sollte ganz ausgenutzt werden und der vordere Teil der Sitzfläche gerundet und gut gepolstert sein. So vermeidet man, dass beim langen Sitzen die Blutzirkulation in den Beinen gestört wird.
- Körperangepasste Maße: Die Höhe des Arbeitstisches und die Sitzhöhe sollten aufeinander abgestimmt sein. Optimal und Rücken schonend ist das Sitzen, wenn die Beine im 90 Grad Winkel im Kniegelenk abgewinkelt sind und die Füße flach auf dem Boden stehen. Kleine Menschen, deren Füße nicht bis zum Boden reichen, können sich mit einer Fußstütze abhelfen. Auch Ober- und Unterarm sollten im rechten Winkel zueinander stehen, wenn die Unterarme waagrecht auf der Arbeitsfläche liegen. Knie und Oberschenkel dürfen jedoch keinesfalls an die Unterseite des Tischs stoßen.
- Entspannter Nacken: Für die Augen bedeutet Bildschirmarbeit Schwerstarbeit. Gerade alte Bildschirme mit unzureichender Auflösung oder schlechter Einstellung können die Augen unnötig anstrengen. Der Bildschirm steht am besten so, dass die Blickrichtung parallel zu Fenster und Beleuchtung verläuft. Die Entfernung der Augen vom flimmerfreien Monitor sollte etwa 50 bis 70 Zentimeter betragen. Der Blick ist bei der Bildschirmarbeit leicht abwärts gerichtet, der Nacken ist entspannt und gerade, weder nach hinten überstreckt, noch nach vorne gebeugt. Jedoch ersetzt der ergonomisch optimale Arbeitsplatz nicht regelmäßige Bewegung als Ausgleich zum langwierigen Stillsitzen während des Arbeitstages. Auf lange Sicht die beste Gesundheitsprävention leistet derjenige, der zusätzlich nach Feierabend Sport betreibt.



