Uni-Lehrgang: Mit Weitblick agieren
2009 entstand die erste branchenbezogene universitäre Ausbildung für die Personaldienstleistung in Österreich. "Professional Workforce Management" nennt sich der berufsbegleitende Masterlehrgang an der Donau-Universität Krems, der in vier Semestern eine umfassende Weiterbildung zur Arbeitskräfteüberlassung auf universitärem Niveau bietet. Michael FLEISCHHACKER, Teilnehmer des Lehrgangs und seit 1988 bei MCE Personalservices tätig, berichtet im Interview über die Vorzüge dieser universitären Ausbildung.
Herr FLEISCHHACKER, warum haben Sie sich für eine Weiterbildung nach dem Modell des Universitäts-Lehrganges "Professional Workforce Management" entschieden?
Eine gezielte Weiterbildung ist in allen Brachen nötig, um den wandelnden Marktbedürfnissen gerecht zu werden. Beschäftiger erwarten von Personalbereitstellern einen immer größeren Mehrwert. Das verlangt Führungskräften aus der Arbeitskräfteüberlassung umfassendes Know-how ab, um branchengerecht und mit Weitblick agieren zu können. Auch um sich auf Auslastungsschwankungen, wie wir sie aktuell erleben, rechtzeitig einstellen zu können, bedarf es einer unternehmerischen Ausbildung, die über Befähigungen und Berufserfahrungen hinausgeht und die Persönlichkeitsentwicklung von Entscheidungsträgern nachhaltig fördert.
Für wen ist diese Ausbildung gedacht und welche Zielsetzung verfolgt sie?
Ausgerichtet ist der Lehrgang für erfahrene Wissensträger mittlerer und oberer Führungsebenen, LeiterInnen von Personaldienstleistungsunternehmen sowie höher qualifizierte MitarbeiterInnen von Arbeitskräfteüberlassern. Verfolgt wird mit dem Programm eine unternehmerische Komplettausbildung für die Arbeitskräfteüberlassung in universitärem Rahmen. Dabei ist es auch ein Anliegen, der Branche einen größeren Stellenwert zukommen zu lassen. Der Lehrgang dient somit auch als Imagebildner für die Arbeitskräfteüberlassung.
Was sind für Sie die wichtigsten Inhalte dieses Lehrganges?
Der Universitätslehrgang vermittelt eine vertiefte, praxisbezogene Qualifikation für die Gestaltung von Personaldienstleistungsprozessen. Dabei werden fachliche und soziale Kompetenzen der TeilnehemerInnen ausgebaut. Neben den, für die Arbeitskräfteüberlassung relevanten Themen wie Arbeitsrecht oder Vertriebsorganisation, empfinde ich besonders Module der Unternehmensführung, wie Qualitätsmanagement, Kommunikation und Mitarbeiterführung, als sehr lehrreich. Die Ausbildung zielt darauf ab, Kompetenzen in strategischem Denken zu vermitteln und die Persönlichkeitsentwicklung in arbeits- und sozialrechtlichen Belangen zu schärfen.
Wie sehen Sie als langjähriger Fachmann der Brachen die Bedeutung und Entwicklung der Arbeitskräfteüberlassung?
Die Arbeitskräfteüberlassung hat derzeit die große Aufgabe, einem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. Um bei der Anwerbung von Spitzenkräften international konkurrenzfähig zu bleiben und das Beschäftigungswachstum langfristig abzusichern, halte ich eine möglichst flexible Zulassung hoch qualifizierter Arbeitskräfte für notwendig und sinnvoll. In diesem Zusammenhang spreche ich mich für eine klare Regelung der Nostrifizierung ausländischer Nachweise und Zeugnisse aus. Ein EU-übergreifendes Netzwerk wäre hier äußerst dienlich.
Am 9. Juli 2010 besteht ab 14.00 Uhr für Interessenten die Möglichkeit, sich vor Ort über den, mit 10. September zum zweiten Mal startenden Universitätslehrgang zu informieren. Näheres zu diesem Infotag erhalten Sie hier. Für weiter Rückfragen steht Frau Dr. Ulrike KASTLER unter 02732 893-2269 oder unter ulrike.kastler(at)donau-uni.ac.at zur Verfügung.





