Bereitgestellte Arbeitskräfte als Indikator für Wirtschaftswachstum
Die Zahl an deutschen Beschäftigten in Arbeitskräfteüberlassung steigt wieder. Das könnte auf eine Krisenentspannung deuten. Unternehmer setzten jetzt auf Flexibilität ...
Trotz zahlreicher Anzeichen, die ein Ende der wirtschaftlichen Krise erhoffen lassen, lässt es sich aus Sicht der Arbeitnehmer noch nicht aufatmen. Obwohl die allgemeine Produktion wieder steigt und die Arbeitslosenquote für 2010 offenbar geringer ausfallen wird als erwartet, ist der Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes nach wie vor unsicher.
Einen positiven Indikator für eine Entspannung der Wirtschaftslage könnte die Entwicklung der Arbeitskräfteüberlassung darstellen. Waren bereitgestellte Arbeitnehmer zu Beginn der Krise am stärksten von ihren negativen Auswirkungen betroffen, so scheint es jetzt, als wären sie auch die ersten, die von einem wirtschaftlichen Aufschwung profitieren.
Während im Juni ein Anstieg von deutschen Arbeitern in Arbeitskräfteüberlassung um 3,8 Prozent verzeichnet wurde, ist der Gesamtarbeitsmarkt um 0,1 Prozent zurückgegangen. Ein möglicher Erklärungsgrund für die gegenläufigen Entwicklungen ist eine allgemeine Skepsis in Unternehmerkreisen. Zahlreiche Firmen befürchten, dass es sich beim aktuellen wirtschaftlichen Aufschwung nur um ein Strohfeuer handeln könnte.
Daher setzten Unternehmer speziell in Phasen der Erholung auf flexibel einsetzbares Personal aus Arbeitskräfteüberlassung. In dieser Flexibilität sehen Experten auch den größten Vorteil der Personalbereitsteller - die Branche erwartet bis Jahresende einen Beschäftigungszuwachs von fast sechs Prozent.





