AMS auf Irrwegen
Auf wenig Zustimmung stoßen gegenwärtig die schauspielerischen Fähigkeiten des Vorstandes des Arbeitsmarktservices (AMS) Mag. Herbert Böhm.
In einer seitens des AMS groß angelegten Kampagne tritt Böhm gemeinsam mit einem Arbeitskräfteüberlasser im Werbefernsehen auf. Im Verband der Zeitarbeit (VZa), einer Einrichtung der Berufsgruppe der Arbeitskräfteüberlasser in der Wirtschaftskammer, der die Interessen aller österreichischen Zeitarbeitsunternehmer vertritt, laufen in diesen Tagen die Telefone heiß. "Unsere Mitglieder , so die Präsidentin des Verbandes Dr. Mag. Viktoria TISCHLER, "sind über dieses Verhalten des Vorstandes einer staatlichen Einrichtung, die das AMS nun einmal ist, mehr als entrüstet!
Im Interesse des AMS, so TISCHLER, sollte es eigentlich liegen - auch in Bundesländern und in den Regionen - mit allen Arbeitskräfteüberlassern gut zusammen zu arbeiten, also alle Markteilnehmer gleich und äquidistant zu behandeln.
"Wir halten das" , so TISCHLER, "für einen gefährlichen Schachzug, den der AMS Vorstand Böhm da getan hat. In Namen des AMS kann er sich nicht mit einem Marktteilnehmer auf die Werbebühne stellen und damit alle anderen brüskieren!
Österreichweit zeigen sich die Mitglieder des VZa höchst erzürnt und begreifen die Welt nicht mehr. Während das Büro des VZa in diesen Tagen mit unzähligen Anfragen belagert wird, ist Präsidentin TISCHLER um eine Beruhigung der Situation und in einem offenen Brief an Mag. Herbert Böhm um eine offizielle Stellungnahme bemüht.
Unzählige Stimmen unter den Mitgliedern im Verband Zeitarbeit verlangten eine umgehende Einstellung dieser einseitigen Kampagne, respektive nach einer adäquaten - als in den gleichen Medien und der gleichen Streuung - umfassenden Richtigstellung und Entgegnung durch AMS Vorstand Mag. Böhm. Am Rande des Pressegesprächs war von "Wettbewerbsverzerrung und "unlauterer Wettbewerb zu hören und auch von der Tatsache, dass bereits eine Schar von Rechtsanwälten mit der Überprüfung dieser Angelegenheit betraut sei.


