Mittwoch, 16. Dezember 2009

Erhebung zur Arbeitskräfteüberlassung in Österreich

Kategorie: Aktuelles, Newsletter 04/2009

Rege Teilnahme an der Erhebung zur Arbeitskräfteüberlassung in Österreich. Obwohl die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch die Arbeitskräfteüberlassung erfassten, steigt die Nachfrage an flexiblen Personal.

Am Stichtag 31. Juli 2009 nahmen in Österreich 1.200 gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser an der Erhebung des BMASK teil - um 66 mehr Personalbereitsteller als noch im Vorjahr. Von den insgesamt gezählten, unselbstständigen Beschäftigungsverhältnissen von ArbeiterInnen und Angestellten entfallen 1,8 % auf überlassene Arbeitskräfte - ein leichtes Minus von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr.  

Die Zahl der gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser ist im Vergleich zu 2008 um 108 bzw. 6,1 % angestiegen. Bei der Entwicklung der überlassenen Arbeitskräfte verzeichnete man zum ersten Mal seit dem Jahr 2002 einen Rückgang, verglichen mit dem Vorjahr wurden 2009 um 15,9 % bzw. 10.851 weniger Arbeitskräfte überlassen. In Bundesländersparten betrachtet wurden dabei in Oberösterreich mit 29 % die meisten von insgesamt 57.230 Arbeitskräfte überlassen, gefolgt von Wien mit 24 % (+731), der Steiermark mit 17 % und Niederösterreich mit 12 % (+833).  

Betrachtet man die Situation der Zeitarbeit in Österreich nach Bereichen und Fachgruppen, war per 31.Juli 2009 nahezu jede dritte überlassene Arbeitskraft in Industrie und Gewerbe im Einsatz (71,6%, -168). Mehr überlassene Arbeitskräfte beschäftigten 2009 Banken und Versicherungen (+182), die neue Sparte Information und Consulting (+114) sowie der Bereich Transport, Verkehr und Telekommunikation (+16).  

Das Geschlechterverhältnis in der Arbeitskräfteüberlassung - rund 20 % Frauen stehen 80 % Männer gegenüber - gestaltet sich 2009 ähnlich wie in den Vorjahren. Die größte Gruppe der überlassenen Arbeitskräfte stellen mit 65 % männlichen Arbeiter dar.  

Nach dem permanenten Aufwärtstrend der Zeitarbeit in den vergangenen zehn Jahren haben die Auswirkungen der Finanzkrise und der damit verbundene Konjunktureinbruch Anfang des Jahres auch die Branche der Arbeitskräfteüberlassung erfasst. In der aktuellen Stimmung des Aufschwungs sind aber Personaldienstleister wieder gefragter denn je.  

"Durch das flexible Instrument der Arbeitskräfteüberlassung lässt sich schnell und ohne Risiko auf Marktveränderungen reagieren. Personal, das nach Auftragslage einsetzbar ist, gibt Stabilität in unsicheren Zeiten - das ist den Unternehmern heute bewusster denn je", sagt Dr. Viktoria TISCHLER, Präsidentin des VZA.  

Die Stichtagserhebung wird Jahr für Jahr am 31. Juli vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) durchgeführt und spiegelt die aktuelle Situation der Arbeitskräfteüberlassung wieder.  


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