Im Aufschwung gefragter denn je: Arbeitskräfteüberlassung in Österreich
Rege Teilnahme an der diesjährigen Erhebung zur Arbeitskräfteüberlassung in Österreich mit Stichtag 31. Juli. Obwohl die Auswirkungen der Wirtschaftskrise die Arbeitskräfteüberlassung Anfang des Jahres stark erfassten, steigt in der aktuellen Aufschwung-Stimmung die Nachfrage an flexiblem Personal.
Am Stichtag 31.7.2009 nahmen in Österreich 1.200 gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser an der Erhebung des Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) teil - 66 Personalbereitsteller mehr, als noch im Vorjahr. Von den am 31.7.2009 gezählten, unselbstständigen Beschäftigungsverhältnissen von ArbeiterInnen und Angestellten entfielen 1,8 Prozent auf Arbeitskräfte aus Arbeitskräfteüberlassung - ein leichtes Minus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Verglichen mit 2008 ist die Zahl an gewerblichen Arbeitskräfteüberlassern um 108 bzw. 6,1 Prozent auf insgesamt 1.869 angestiegen. Die Zahl an überlassenem Personal entwickelte sich zum ersten Mal seit dem Jahr 2002 rückläufig, im Vergleich zum Vorjahr wurden am 31.7.2009 um 15,9 Prozent, bzw. 10.851 weniger Arbeitskräfte bereitgestellt. In Bundesländersparten betrachtet wurden in Oberösterreich mit 29 Prozent die meisten von insgesamt 57.230 Arbeitskräften in Österreich überlassen, gefolgt von Wien mit 24 Prozent (+731), der Steiermark mit 17 Prozent und Niederösterreich mit 12 Prozent (+833).
Betrachtet man die Situation der Zeitarbeit in Österreich nach Sparten und Fachgruppen, war per 31.7.2009 nahezu jede dritte überlassene Arbeitskraft in Industrie und Gewerbe (71,6 Prozent, -168) tätig. Mehr überlassene Arbeitskräfte beschäftigten 2009 Banken und Versicherungen (+182), die neue Sparte Information und Consulting (+114) sowie der Bereich Transport, Verkehr und Telekommunikation (+16).
Das Geschlechterverhältnis in der Arbeitskräfteüberlassung - rund 20 Prozent Frauen stehen 80 Prozent Männer gegenüber - gestaltet sich 2009 ähnlich wie in den Vorjahren. Die größte Gruppe der überlassenen Arbeitskräfte stellen mit 65 Prozent die männlichen Arbeiter dar.
Nach dem permanenten Aufwärtstrend der Zeitarbeit in den vergangenen zehn Jahren haben die Auswirkungen der Finanzkrise und dem damit verbundenen Konjunktureinbruch Anfang des Jahres auch die Branche der Arbeitskräfteüberlassung erfasst. In der aktuellen Stimmung des Aufschwungs sind aber Personaldienstleister wieder gefragter denn je. "Durch das flexible Instrument der Arbeitskräfteüberlassung lässt sich schnell und ohne Risiko auf Marktveränderungen reagieren. Personal, das nach Auftragslage einsetzbar ist, gibt Stabilität in unsicheren Zeiten - das ist Unternehmern heute bewusster denn je", sagt Dr. Viktoria TISCHLER, Präsidentin des VZA.
Die Stichtagserhebung wird Jahr für Jahr zum Stichtag 31. Juli vom BMASK durchgeführt und spiegelt die aktuelle Situation der Arbeitskräfteüberlassung in Österreich wider.
Auf Initiative des Österreichischen Verbands Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung (VZA) hat das BMWA die Evaluierung, Verarbeitung und Veröffentlichung der Stichtagserhebung durch ein vollelektronisches Webportal ersetzt. Unter https://akupav.eipi.at/akupav/ sind alle Infos zur Stichtagserhebung 2009 abrufbar. Hier können - zusätzlich zu den Standardberichten - Daten nach verschiedenen Parametern gefiltert undabgefragt werden.
Was ist der VZA? Der österreichische Verband Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung, kurz VZA, wurde 1995 in Wien von Komm.Rat Adolf MASTNY ins Leben gerufen. Als repräsentative Dachorganisation der österreichischen Zeitarbeitunternehmen vertritt er die Interessen von Unternehmen, deren Aufgabenbereiche in der Arbeitskräfteüberlassung und in der Arbeitsvermittlung liegen. Personalbereitsteller, die Mitglied im Österreichischen Verband Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung sind, verpflichten sich über die gesetzlichen Grundbestimmungen hinaus, einen strengen Verhaltenskodex einzuhalten. Das zeichnet sie als seriöse und kompetente Arbeitgeber aus. Nähere Informationen unter: www.vza.at
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